Wenn Gesetze geschaffen werden, die in die Grundrechte bzw. die Privatsphäre von Menschen eingreifen, die davon aber nicht wissen dürfen (z.B. bei Überwachungsmaßnahmen), dann entsteht das Problem, dass sich die Betroffenen nicht dagegen wehren können.
Aus diesem Grund wurde der Richtervorbehalt ins Leben gerufen: Ein Richter vertritt die Interessen des Betroffenen und wägt sie gegen die Forderungen der Ermittler ab. Im Grunde eine richtige und wichtige Maßnahme. Doch es mangelt wie immer an der Umsetzung. Dazu sei euch ein Artikel aus der Zeit empholen: Rettet den Richtervorbehalt. Erschreckende Verhältnisse.
… meint Seth Godin (Author). Damit spricht er den technischen Wandel an, der jeden von uns in die Lage versetzt selbst Kunst zu schaffen und im Netz ein Publikum zu finden.
Wie ihr sicher schon gehört habt, existiert seit einiger Zeit der so genannte “Bundestrojaner”. Eine Schadsoftware, mit der euer Rechner von Staatsseite infiziert werden kann, damit im Verdachtsfall euer Bildschirm fotografiert, Skype mitgehört oder eure Nachrichten auf Facebook mitgelesen werden können. Natürlich ist weit mehr möglich - ich wollte nur einmal ein paar Beispiele herausgreifen.
Philip Banse hat im Deutschlandfunk mal wieder eine tolle Sendung zu Facebook gemacht. Es geht darum, wie Facebook funktioniert, was man beachten sollte und wo Fallstricke lauern.
Wir stehen vor einem Wandel. Einem tiefgreifenden. Nun nicht jeder wird davon etwas merken, aber wer Software baut wird nicht umhin kommen sich damit zu beschäftigen.
Viele Jahre lang konnte man die Performancesteigerung aktueller Prozessoren mitverfolgen, indem man auf die Taktung schaute. In meinen frühen Computertagen musste ich noch mit 300 MHZ auskommen (seltsamerweise war das für alle Programme genug). In heutigen Zeiten jedoch (vor allem solange Flash noch existiert), ist 2,6 GHZ ein guter Durchschnitt. Doch schon mehrere Jahre nun bewegen wir uns nicht mehr sonderlich weit davon weg. Dennoch werden die Prozessoren immer schneller. Warum? Man baut einfach mehrere davon ein. Die Obergrenze an Taktung ist erreicht, da die Abwärme eines Chips sehr von seiner Taktung abhängt. Wir sind also auf dem Weg ins Multicore Zeitalter - acht und mehr Kerne werden bald keine Seltenheit mehr sein.
Constanze Kurz, Sachverständige und Mitglied der Enquetekommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages hat in der FAZ einen tollen Artikel verfasst, der uns zu denken geben sollte. Sie beschreibt die Situation in der Kommission und wie die Koalition mit allen Mitteln versucht richtige Entscheidungen abzuwenden, weil es nicht in ihre politischen Ansichten passt.
Die Enquete Kommission im Bundestag soll ja in nächster Zeit zu einem Abschluss kommen und daher laufen auch schon munter diverse Abstimmungen über die Formulierungen im Abschlusstext. Um mehr geht es ja schließlich nicht. Konkrete Entscheidungsgewalt hat die Kommission nicht. Man könnte sagen es bleibt nur der Abschlussbericht als Empfehlung für den Bundestag. Ob der sich daran hält? Aber woran halten die sich schon…
Facebook hat Gesichtserkennung eingeführt. Die Technik ist nicht neu. Es war also zu erwarten, dass das irgendwann jemand machen würde. Picasa kann das schon lange und Google hätte das auch in seine anderen Dienste bereits einbauen können. Allerdings haben die sich dagegen entschlossen - aus Datenschutzgründen! Google! Nun war es eben Facebook, das diesen ersten Schritt gemacht hat. Das passt zu Mark Zuckerbergs Ansichten: Privatsphäre ist überholt.
Macht Facebook hier also nur den ersten Schritt in eine Zukunft, die wir uns nur vage vorstellen können? Wird es bald völlig normal sein, jeden Menschen auf der Straße mit dem Smartphone in wenigen Sekunden per Namen ansprechen zu können und ihm sein Lieblingseis zu überreichen? Ist das nicht super cool? Oder doch beängstigend? Sollten wir uns darüber aufregen oder müssen wir es einfach hinnehmen, weil es bald völlig normal ist? Hätte das die Stasi nicht auch können? Aber die haben kein Eis verschenkt…
Vint Cerf, einer der Urväter des Internets das wir heute erleben (und genießen) war zu Gast in Berlin in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung und sprach dort über die Zukunft des Netzes. Er bringt dabei viele Probleme, die zur Zeit im Zusammenhang mit dem Internet auftreten erstaunlich gut auf den Punkt und schafft es, Erklärungen und Lösungen zu beschreiben, die glaubwürdig und nachvollziehbar sind.
Es ist sehr aufschlussreich die Meinung eines Menschen zu diesen Themen zu hören, der die komplette Entwicklung des Netzes in vollen Zügen miterlebt hat und so einen wunderbaren Überblick über all die Effekte und Gesetze des Systems hat.