In New York wird überwacht. Komplett. Automatisiert. Fächendeckend. Alles. George Orwell dreht sich wahrscheinlich im Grabe um, wenn er davon erfährt. Mehrmals.
Das System kann wohl Personen (an Hand der Jackenfarbe) und Autos (an Hand der Nummernschilder) automatisiert durch die ganze Stadt verfolgen.
“Das System läuft 24 Stunden am Tag. Nummernschilder werden gescannt, mit Kameras, die entweder an Tunneln, Straßen, Brücken fest installiert oder aber in Polizeiautos unterwegs sind. Anschließend werden die Schilder in das DAS-System eingespeist, und es wird überprüft, ob sie beispielsweise auf der “Terrorist-Watchlist” auftauchen. Ist dies der Fall, wird die Polizei benachrichtigt: Ort und Zeit der Aufnahme werden gezeigt, zwei Fotos des Autos, ob das Schild schon einmal gescannt wurde, wann das war und welche Nummernschilder in den vorherigen oder darauffolgenden 30 Sekunden noch gescannt wurden. “All diese Informationen werden dem Beamten ohne sein Zutun in Sekundenschnelle geliefert”, sagt Jessica Tisch, Leiterin der Anti-Terror-Einheit der NYPD, begeistert.”
Am Denken in unserer Gesellschaft muss sich dringend etwas ändern. Die Kluft zwischen Regierenden und Bürger ist viel zu groß. Ich stelle fest dass wir nur noch darüber diskutieren, dass wir nicht wollen was die Regierung tut. Jedes Mal schwappt eine riesige Empörungswelle über Deutschland, wenn der Bundestag wieder etwas ausgeheckt hat - siehe aktuell das neue Meldegesetz. Ein ähnliches Bild bietet sich im Bezug auf Griechenland. Die Griechen brauchen Hilfe, wir wollen aber nichts abgeben. Unsere Regierung beschließt zu helfen - wir sind dagegen (das ist zumindest die Meinung, die mir in den Medien vermittelt wird). Wir sind fast immer dagegen. Gab es jemals eine Regierung der wir zugestehen gute Arbeit geleistet zu haben? Die Deutschen sind immer unzufrieden.
Die Heinrich-Böll Stiftung hat ein Paper herausgebracht, das einige Meinungen und Einschätzungen zusammenfasst. Es geht dabei um das Internet und wie es die Medien verändert. Die Beiträge sind sind sehr unterhaltsam geschrieben und treffen gut den Kern der Sache. Allerdings bleibt das Ganze ein Thema mit vielen Fragen. Die Antworten kann meist nur die Zukunft bieten.
Das Paper gibt es als PDF-Dokument unter cc-by Lizenz. Daher könnt ihr euch das auch direkt hier bei mir herunterladen: Öffentlichkeit_im_Wandel.pdf
Die Lobbypedia hat eine schöne Zusammenfassung, was unsere werten Volksvertreter so machen, nachdem sie ihr Amt niedergelegt haben. Spannend anzuschauen, dass viele Vorstandsämter unserer großen Wirtschaftsunternehmen von ehemaligen Politikern besetzt sind.
Unter diesem Titel steht ein Interview von Enno Schmidt im Gespräch mit Marina Weisband von der Piratenpartei Deutschland. Sie sprechen über die Piraten und warum die so anders sind, über das bedingungslose Grundeinkommen und über ein Menschenbild, das neu und anders ist.
Warum diese Art von ruhigem Gespräch, bei dem wirklich mal Positionen rüberkommen nicht mehr im Fernsehen möglich ist, das ist wohl eine andere Frage. Daher nehmt euch mal ein paar Minuten Zeit und schaut euch das an. Die Maybrit Illner wird euch das verzeihen.
Ich bin gerade auf einen alten Beitrag im Deutschlandfunk gestoßen, der sich mit dem Anhäufen von großen Datenmengen beschäftigt. Das Besondere: Er wurde am 4.4.1975 ausgestrahlt!
“Wenn es nur nach der Technik ginge, müsste jeder Bürger, der einem Computer persönliche Daten überlässt, damit rechnen, dass diese Daten auf unbegrenzte Zeit für jeden beliebigen Zugriff verfügbar bleiben. Das wird sicher in vielen Fällen harmlos sein, kann jedoch durchaus in einigen Fällen, wenn eine Person in eine kritische Situation gerät, sehr unangenehme Folgen für sie haben, wenn persönliche und vielleicht intime Daten, die sie längst der Gnade des Vergessens anheimgegeben glaubt, von Informationsüberlegenen Mächten gegen sie verwandt werden. Ein Datenschatten mag uns dann wohl unser ganzes Leben begleiten, ob wir diesen Schatten auch noch so dringend abzuschütteln wünschen.”
Vor ein paar Tagen kam auf Twitter der Hinweis zu einem Video rein, das einen Vortrag von Stephan Urbach dokumentiert. Dort spricht er sehr bewegend über seine Erfahrungen mit Telecomix und warum Freiheit das Wertvollste ist was wir haben.
Ihr könnt euch den Vortrag hier direkt auf Youtube anschauen:
Falls ihr aber eine bessere Qualität oder nur Audio haben wollt, gibt es auch Torrents:
Erstaunlich: Eine repräsentative Umfrage des ZDF zeigt, dass eine knappe Mehrheit der Deutschen den Geheimdiensten das Recht zum Töten zugestehen würde, wenn es um schwere Straftaten geht. Fazit:
“Die Umfrage, die vor dem Auffliegen der NSU durchgeführt wurde, zeigt: Wenn es um abstrakte Gefahren wie Terrorismus geht, sind viele Deutsche offenbar gern bereit, selbst grobe Verletzungen der Menschenrechte und des Rechtsstaatsprinzips klaglos über Bord zu werfen.”
Interesse an der Zukunft unserer Energieversorgung? Der Deutschlandfunk hat eine wunderbare Audiosammlung zusammengestellt, die über alle Teilbereiche bestens informiert. Das ist auf jeden Fall mal ein Besuch wert.