Funkenstrahlen Podcasting, Netzpolitik, App-Entwicklung

Fokus

Ich fühlte mich zunehmend von meinem Smartphone abgelenkt. Ständig Notifications, Twitter checken, Mails beantworten. Der regelmäßige Griff zum Smartphone wurde zur Gewohnheit. Lange konzentriert an einem Projekt arbeiten immer schwieriger.

Foto: pixabay.com unter CC0 Lizenz

Daher betreibe ich mein Smartphone schon länger grundsätzlich im Lautlos-Modus. Habe ich es in der Tasche oder auf dem Tisch mit dem Display nach unten gedreht, bekomme ich nichts mit und werde nicht abgelenkt. Das gibt mir Kontrolle zurück: Ich entscheide wann ich aufs Smartphone schaue und mir Zeit für die aufgelaufenen Nachrichten nehme.

Vor etwa einem Monat habe ich dann beschlossen auch Twitter vom Smartphone zu verbannen.

Ich habe festgestellt, dass ich viel zu viel Zeit am Tag damit verbringe meine Timeline auf Twitter zu lesen. Selten mit wirklichem Mehrwert. Daher habe ich nun auf dem Smartphone zunächst einmal alle Twitterclients deinstalliert.

Das hatte einen interessanten Effekt: In den ersten Tagen habe ich oft mein Smartphone aus der Tasche gezogen, es entsperrt und dann festgestellt, dass es gar nichts zu gucken gibt. Kein sinnloses Scrollen durch eine meterlange Timeline. Dazu gesellte sich ein starkes Gefühl etwas zu verpassen. In etwa so wie wenn sich gute Freunde ohne einen treffen. Das hat dann dazu geführt, dass ich öfter als gedacht auf dem Rechner den Twitterclient geöffnet habe, um zu sehen was ich verpasst habe. Mit immer der selben Erkenntnis: Nichts. Absolut gar nichts.

Dass man das noch weiter treiben kann zeigt Dan Counsell in seinem Blog. Soweit will ich aktuell nicht gehen. Dennoch spannend zu sehen, welche Erfahrungen er gemacht hat.