Funkenstrahlen Podcasting, Netzpolitik, App-Entwicklung

Internetbibliothek?

Ich war vor einiger Zeit in der Landesbibliothek Baden-Würrtemberg. Die steht in Stuttgart und sieht von Außen recht unscheinbar aus.

cc-by-sa 3.0 Unported Mussklprozz gefunden auf Wikipedia

Tritt man allerdings nach Innen, wird man von der Architektur wirklich beeindruckend überrascht.

Alles ist in weiß gehalten. Es ist beinahe so hell und weiß darin, dass man sich geblendet fühlt. Ansonsten sehr offen, weit, groß, hoch. Dieses typische Gefühl in Bibliotheken zwischen engen Regalreihen auf dumpfem Teppichboden umherzuwandern gibt es hier nicht. Irgendwie fühlt es sich an wie Zukunft.

Gleichzeitig frage ich mich, wie lange wir noch Bibliotheken haben werden, die tatsächlich Bücher aus Papier ausstellen. Es wäre viel billiger und komfortabler, wenn man die Bücher alle digital zu Hause herunterladen könnte. Nie müsste man warten, weil bereits alle Exemplare vergeben sind. Nie würde man eine Leihfrist bedenken müssen.

Es ist eine wunderbare Erleichterung im Studium keine tonnenschweren Taschen voller Bücher mit sich herumtragen zu müssen. Ich finde es unglaublich angenehm alle Materialien auf meinem iPad mit mir herumzutragen. Größter Vorteil in meinen Augen: Durchsuchbarkeit. Sehr viele Bücher sind weniger zum Lernen geschrieben, sondern mehr zum Nachschlagen. Gesamtwerke zum Thema eben, die alles abdecken. Da kann man schon mal 5 Minuten im Papierwälzer blättern, bis man die richtige Stelle gefunden hat.

Oft ist auch das Buch nicht das richtige Medium. Gerade zum Programmieren ist meist ein Screencast mit Schritt für Schritt Beschreibung sehr viel eingängiger als abgedruckter Code in Büchern.

Was meint Ihr? Wie lange wird es noch Bibliotheken des Wissens wegen geben? Wann werden Bibliotheken nur noch zu historischen Archivierungszwecken genutzt werden? Ich gebe ihnen 30 Jahre.