Funkenstrahlen Podcasting, Netzpolitik, App-Entwicklung

Das Ende ist nah.

Nun ist es soweit: Wir haben keine IP-Adressen mehr. Das sind die Adressen, die Computern zugewiesen werden, damit die Pakete, die sie sich gegenseitig zusenden auch ankommen (wie bei der Post). In diesem Jahr wird es das erste Mal so weit sein, dass Unternehmen auf Anfrage keine eigenen IP-Adressen mehr zugeteilt werden können. Alle 4 294 967 296 möglichen Adressen (2^32) sind vergeben. Dazu muss man auch sagen, dass man zu Beginn sehr verschwenderisch mit Adressen umgegangen ist. Vier Milliarden Adressen schienen schier unendlich viel zu sein. Man konnte sich damals einfach nicht vorstellen, dass es einmal so viele Computer geben könnte, die mit dem Internet verbunden sind.

Zuständig für die globale Adressvergabe ist die Internet Assigned Numbers Authority (IANA). Diese vergibt Adressbereiche an lokale Adressvergabestellen, die Regional Internet Registries (RIR). Diese vergeben dann Adressen weiter an lokale Internet Service Provider (ISP) wie z.B. die Telekom oder 1und1. Es ist also ein langer Weg einer Adresse nötig, bis sie tatsächlich bei einem einzelnen Unternehmen ankommt. Demnach wird es noch ein bisschen dauern bis die RIRs und die ISPs ihre letzten Adressen aufgebraucht haben.

Doch was nun? Warten wir auf ein fröhliches Ende? Natürlich nicht, es gibt bereits ein Lösung: IPv6. Man vergrößert die zur Verfügung stehenden Adressen auf 64 Bit, d.h. 2^64 mögliche Adressen (18 446 744 073 709 551 616 Stück). Das sollte eine Weile reichen. Ich wage jetzt nicht zu versuchen diese Zahl in Worten niederzuschreiben…

Was das für uns als Internetnutzer bedeutet hat Philipp Banse im c’t Online Talk bei Dradio Wissen sehr gut zusammengefasst. Die Sendung gibt es als mp3 zum nachhören.