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Ausbau des Rheinhafen-Dampfkraftwerk Karlsruhe - Nur ein Schachzug eines mächtigen Energieriesen oder doch eine Investition in die Zukunft?

Im Jahre 2008 begannen die Planungen für den nicht unumstrittenen Neubau am Rheinhafen-Dampfkraftwerk Karlsruhe. Entstehen soll ein neuer steinkohlebefeuerter Block 8 mit einer Gesamtleistung von 912 MW. Das Projekt beläuft sich auf eine Investition von einer Milliarde Euro, die zum größten Anteil von EnBW selbst und den Stadtwerken Karlsruhe getragen wird. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Ende 2011 geplant, sodass das Rheinhafen-Dampfkraftwerk ab Januar 2012 mit einer Gesamtleistung von über 1600 MW ans Netz gehen kann.

Ich bin vor ein paar Wochen auf den Neubau aufmerksam geworden, als ich einen neuen Schornstein entdeckte, der am Horizont in die Höhe ragte. Nachdem ich nach einigen Erkundigungen erfahren habe, dass dort tatsächlich ein neuer steinkohlebefeuerter Block mit dieser riesigen Leistung entstehen soll, habe ich mir darüber Gedanken gemacht, ob das in der heutigen Situation wirklich sinnvoll ist. In Anbetracht der Klimaerwärmung sollte doch eigentlich alle verfügbare Investitionskraft in erneuerbare Energien gesteckt werden! Ich habe mich also auf die Suche nach Material begeben und erstaunliches entdeckt.

Im Rahmen dieser Recherche habe ich ein kleines Paper erstellt, einen kurzen Überblick liefern soll, wie sinnvoll die Investition von EnBW tatsächlich ist und ob der gesunde Menschenverstand Recht behält, wenn man sich vor Augen hält, dass 2010 nicht gar zu lange nach dem Weltklimagipfel in Kopenhagen noch gigantische Kohlekraftwerke in Deutschland gebaut werden. Wo bleibt hier die nötige Einsicht?

Das Paper kann hier als PDF heruntergeladen werden (10 MB).